In diesem Kapitel werden die wichtigsten Übungen vorgestellt, die zum grundlegenden Beherrschen der Ausrüstung trainiert werden sollten.

Eine Routine dieser Abläufe erleichtert im Notfall ein erfolgreiches Krisenmanagement und bildet eine wichtige Grundlage für ein  sicheres Tauchen.

Und nicht zuletzt: Das Trainieren und Üben macht einfach Spaß!

 ...nun hör ich im Geiste schon den einen oder anderen aufstöhnen und sagen: was soll dieses ganze Bohei mit den Drills und Konfiguration hier und Konfiguration da, die Bundeswehrzeit habe ich längst hinter mir und ich will doch nur im Baggersee Fische angucken, dazu muss ich ja wohl nicht 2 Jahre lang V-Drills üben... 

Fische gucken kann man natürlich im Toddystyle-sidemount genauso gut, wie man auch mit einem Ferrari zum Brötchen holen fahren kann (nämlich erstens: schneller und zweitens: es macht auch mehr Spaß). Aber genauso wie zur Teilnahme an einem amerikanischen  stock-car-Rennen mehr gehört als ein Ford Thunderbird  und ein Führerschein, gehört zum Höhlentauchen auch mehr als ein OWD-Brevet und eine Sidemount-Ausrüstung. Das Höhlentauchen ist der Hintergrund, dem das Toddystyle-System entstammt, ein Extremsport, dessen Ausübung ohne entsprechende Ausbildung schnell das Leben kosten kann. Vor diesem Hintergrund sind auch unsere Texte und Beschreibungen zu verstehen, und es bleibt natürlich jedem selbst überlassen, wieweit diesen Empfehlungen gefolgt wird.

...aber ich sach mal so: schaden tuts nich !

 

Die hier vorgestellten Inhalte sollten als Anregungen verstanden werden, sich mit der eigenen Ausrüstung praktisch auseinanderzusetzen. Unbedingt sollte in kontrollierter und sicherer Umgebung trainiert werden. Keinesfalls ersetzen die dargestellten Inhalte eine Tauchausbildung bei einem erfahrenen Instructor. Im Gegenteil: vielmehr möchte ich betonen, daß erst eine gute Ausbildung, ständiges Üben und ein wachsender Erfahrungsschatz den sicheren Weg in die fortgeschrittenen Bereiche des technischen Tauchens ermöglicht.